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Vulnerabilität für psychopathologische Folgen potenziell traumatischer Ereignisse

L. Wittmann,Peter G. van der Velden

2025 · DOI: 10.30820/2752-2121-2025-3-51
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Abstract

Die Annahme, dass individuelle Vulnerabilitäten einen Beitrag zur Erklärung der Wirkung traumatischer Ereignisse leisten, ist wiederholt zuungunsten von Betroffenen missbraucht worden. Der vorliegende Beitrag beleuchtet Aspekte des Vulnerabilitätskonzepts anhand von neuen Forschungsergebnissen und unternimmt den Versuch, es für eine notwendige Verbesserung traumafokussierter Psychotherapie nutzbar zu machen. Hierzu werden zunächst Erkenntnisse epidemiologischer Studien referiert und die Datenlage zu Risikofaktoren für die Entwicklung einer posttraumatischen Belastungsstörung methodenkritisch diskutiert. Daraufhin werden zentrale Befunde prospektiver Traumastudien zusammengefasst und ihre Bedeutung für das Vulnerabilitätskonzept herausgearbeitet. Hieraus wird die klinische Implikation hergeleitet, dass prä-traumatische Faktoren und ihre Interaktion mit periund posttraumatischen Faktoren in der traumafokussierten Psychotherapie berücksichtigt werden sollten. Aus psychodynamischer Perspektive spielen dabei insbesondere innerpsychische Konflikte und persönlichkeitsstrukturelle Auffälligkeiten eine wichtige Rolle.

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