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Leitfaden zur LGBTQ+-Jugend und deren Mediennutzung

Katharina Möbius

2026 · DOI: 10.21240/merz/2026.1.06
Merz : medien+erziehung · 0 Citations

Abstract

Queere Jugendliche sind in ihrer Mediennutzung mit diversen Herausforderungen konfrontiert. Diese können sich sowohl positiv als auch negativ auf ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden auswirken. Der ­Leitfaden Digitale Medien & LGBTQ+ Jugend des Projekts ­QueeResilience, das in Partnerschaft einiger europäischer Organisationen umgesetzt wird, bietet hierzu Orientierung.

In den ersten beiden Kapiteln wird beleuchtet, welche konkreten Chancen und Risiken sich im Umgang mit Medien für die ­LGBTQ+-Community ergeben. In verständlicher Sprache und durch Zitate veranschaulicht erhalten Leser*innen unter anderem detaillierte Informationen zu Aktivismus, Safe(r) Spaces und Eskapismus sowie zu Cybermobbing, Hassrede, Stereotypen und Grooming. 

In diesem Zusammenhang ist der durch digitale Medien erweiterte Zugang zu Informationen und Ressourcen hervorzuheben. Er ermöglicht Jugendlichen, ihre Identität in einer immer noch stark heteronormativ geprägten Welt frei(er) zu entfalten. Studien belegen, dass Soziale Plattformen wie Instagram und Reddit „essenzielle Räume bieten, in denen LGBTQ+-Jugendliche über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt lernen, Selbstakzeptanz aufbauen und Isolation verringern können“ (S. 10).

Das dritte Kapitel bietet einen Überblick über die bisherigen gesellschaftspolitischen und rechtlichen Entwicklungen. 

Abschließend folgen praxisnahe Empfehlungen für Fachkräfte, die dabei unterstützen sollen, die queere Jugend im digitalen Raum zu stärken. Hierzu zählen zum Beispiel das Erstellen von Memes gegen Hassrede sowie die (Gruppen-)emotionalen Check-ins, im Zuge derer Jugendliche offen ihre Gefühle artikulieren können.

https://queeresilience.eu/de/materialien