Dürren in Deutschland
Dürren in Deutschland
Axel Kleidon
Abstract
Trockenperioden und Starkregen entstehen durch starke raumzeitliche Unterschiede von Verdunstung und Niederschlag. Physikalisch stellen sie Flüsse dar, die einen Zustand des thermodynamischen Gleichgewichts hinsichtlich der Sättigung von Wasserdampf in der Atmosphäre ab‐ und wieder aufbauen. Der Klimawandel verstärkt diese Unterschiede und das Nichtgleichgewicht, weil erwärmte Luft mehr Feuchte halten kann. Niederschlagsereignisse werden stärker und kürzer, da mehr Kondensation mehr Leistung erzeugt, die zu mehr Bewegung und Entfeuchtung führt. In Deutschland zeigen sich diese Effekte hauptsächlich in einer verstärkten potenziellen Verdunstung und der Zunahme in der Absorption von Solarstrahlung an der Oberfläche, während der Niederschlag keinen klaren Trend zeigt. Deshalb hat die Trockenheit in Deutschland durch den Klimawandel schon erheblich zugenommen.
