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Erfahrungen des Feldlazaretts 6 des VI. Armeekorps (Schluß aus Nr. 15.)

P. Kayser

1915 · DOI: 10.1055/s-0029-1191086
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Abstract

Was mich veranlaßt, einem unbedenklichen aktiven Vorgehen bei den meisten Tangentialsehiüssen das Wort zu reden, ist der Umstand, daß ohne ein solches der Umfang der Verletzung im Schädelinnereii auf keine Weise erkannt werden kann, ist die Tabula externa auch nur im geringsten verletzt und sind irgendwelche Symptome vorhanden (Druckpuls, lokalisierter Kopfschrnerz, motorische Reizerscheiiiungen, Sprach-, Gehör-, Gleichgewichtsstörungen), so soll man meines Erachtens den Schädel unbedingt soweit eröffnen, daß die Wundverhältnisse geklärt und geordnet werden. Auch ohne Hirnsymptonie muß (las geschehen, wenn mit Auge oder Sonde eine Verletzung der Tabula vitrea sowie der Dura ohne weiteres festzustellen ist. Die Technik der \Vund revision beim Tangentialschuß ist außerordentlich einfach; handelt es sich doch in dci' Regel nicht um eine Trepanation, sondern nur um ein Erweitern der Schädelwunde. Zumeist ist der Schußkanal eine Rinne; in diesen Fällen habe ich, dem Vorgang unseres Beratenden Chirurgen1) folgend, die Wundränder eizidiert. Bei kalibergroßem Ein-